Das Storchenjahr 2020

Das Storchenjahr 2020 verlief für alle Schönecker Brutpaare erfolgreich.
Bis auf das Kilianstädter Paar saßen alle anderen bereits Mitte März in den Nestern und brüteten.
Wie auch schon in den Vorjahren brütete das Paar vom Funkmast an der Bahnlinie in Büdesheim noch einmal in luftiger Höhe, jedoch konnten wir beobachten, dass das Storchenmännchen öfter auf dem neu errichteten Brutmast Platz nahm und von dort andere Störche erfolgreich vertrieb, die ein Nest bauen wollten.
Eine Überraschung erlebten wir Mitte April am Jägerhochstand in den Bornwiesen in Büdesheim, wo sich ebenfalls wieder ein Paar angesiedelt hatte. Das Nest war aber bei diesem Kontrollrundgang leer. Was mag wohl passiert sein? Da es immer wieder zu heftigen Storchenkämpfen in jenen Tagen kam, kann man nur vermuten, dass die beiden ihre Brut aufgaben.

Von der Aufzucht her war das Storchenpaar auf dem Funkmast in Büdesheim am erfolgreichsten. Hier wurden 3 Jungvögel im Nest flügge,
das Paar vom Auenmast in den Bornwiesen zog 1 Junges groß, ebenso das Kilianstädter Storchenpaar.

Bereits Ende Juli/Anfang August verließen die Jungen die Brutstätten und machten sich auf den Weg Richtung Süden.
Anfang/Mitte September setzten sich auch die Altvögel ab, deren Reise, wie schon in den Vorjahren, nicht von weiter Distanz war. Es zog sie wieder nach Büttelborn in den Kreis Groß-Gerau, wo sie von Storchenliebhabern anhand ihrer Ringnummern, sofern sie beringt waren, identifiziert wurden. Mit von der Partie waren jeweils alle beringten Schönecker Störche.
Sie pendelten den ganzen Winter über ständig zwischen Büttelborn und Schöneck hin und her. Man kann also wieder von Überwinterern sprechen.

Am 21.12.20 räumte die Deutsche Bahn Netz AG das Nest auf dem Funkmast und brachte neue Abwehrmechanismen an. Als hätte das Storchenmännchen dies geahnt, war es am Folgetag zur Stelle, flog einige Runden über dem Funkmast und es gelang ihm sogar, an einer Stelle oben zu landen. Es wird allerdings schwierig werden, dort erneut ein Nest zu bauen und so hoffen wir alle, dass das Paar für die neue Brutsaison den neuen Storchenhorst annehmen wird.

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