Ein höchst gefährlicher Ort für einen Nestbau

Unser Storchenweibchen Lilli hat es wirklich schwer. Auch in Rodenbach ist sie mit ihrem neuen Partner Ende März wieder vertrieben worden.
Herr Werner Peter hat sie am 03.04.14 in Niedermittlau wieder ausfindig machen können, wo sie dabei war, mit einem anderen Storch ein Nest auf einem Strommast zu bauen und zwar jetzt wieder mit ihrem ersten Partner aus Wächtersbach.
So langsam kann man über unsere Lilli ein Buch schreiben, aber auf einem Strommast brüten zu wollen, der noch dazu direkt an einer lebhaft befahrenen Bahnlinie liegt, das geht überhaupt nicht.
Das Nest wird mit Sicherheit nicht bleiben können.

Neben der Bahnlinie öffnet sich eine reizvolle Auenlandschaft, auf der bereits ein Storchenmast steht. Er war belegt und einer der beiden Störche saß im Nest und brütete, während der Partner auf der Wiese auf Nahrungssuche war. Besonders die jungen neuen Brutpaare haben es schwer, einen geeigneten Platz zu finden. Darüberhinaus wächst die Population der Störche jährlich, was auf der einen Seite sehr schön ist, aber es fehlt an geeigneten Auenflächen, die genügend Raum und auch Nahrung für die Vögel bieten. Gerade im Main-Kinzig-Kreis sind die Auen durch Autobahnen, Bahnlinien, Stromtrassen und Querungen immer wieder unterbrochen, was das Errichten von weiteren Storchenmasten nicht gerade einfach macht.

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